Ernährung

24.10

 

in der Gherand Samhita heisst es: 2x am Tag essen. 1x Mittag, 1x zu Abend. 

 

 

24.10

 

Mitahara

Mitahara bedeutet das kontrollierte Einnehmen von Lebensmitteln. Kontrolliert kann bedeuten sich über die eigenen Essgewohnheiten bewusst zu werden. Nimmt man seinen eigenen Essrhytmus am Tage war, wird einem evtl. bewusst, keinen Rhytmus zu haben und viel zwischendurch zu naschen. Viele Menschen schlingen diesen Happen im Vorbeigehen schnell hinunter, als würde es diese Zwischenmahlzeit gar nicht geben. Reflektiert man selbst über das eigene Verhalten, so kann einem bewusst werden, dass dieser Happen nicht zur Befriedung des Hungers, sondern eher eine Beruhigung oder Ablenkung von Problemen oder von der eigenen Müdigkeit ist. Deshalb, bevor ihr esst, atmet noch einmal tief durch und fragt euch selbst, ob ihr gerade wirklich Hunger habt. Falls nicht, versucht euch eurer Gedanken bewusst zu machen. Ist da gerade etwas mit dem ihr euch nicht konfrontieren wollt? Dann nicht essen, sondern drauf schauen. Tief durchatmen, an die frische Luft gehen und eure Gedanken reflektieren. 

 

Gewöhnt euch an einen Tagesrhytmus für eure Mahlzeiteneinnahme. 2-3x am Tag im Abstand von 4 Stunden. Der Körper kann sich dann mit Magensäure, Enzymen und anderen Säften auf die bevorstehende Mahlzeit vorbereiten und verdaut besser. 

 

In der Chandogya Upanishad wird die Nahrung in grob, fest und subtil eingeteilt. 

Bei der festen Nahrung wird der gobe Anteil zu Fäzes, der mittlere zu Fleisch, der subtile zu Geist.

Bei den flüssigen Nahrungsbestandteilen wird grobes zu Urin, der mittlere zu Blut und der subtile zum Atem. 

Das Verdauungsfeuer (oder Verdauungsprozess) wandelt grobes in Knochen, mittleres zu Knochenmark und subtiles zu Sprache um. 

Das bedeutet, durch kontrollierte Einnahme der richtigen Nahrungsmittel können wir den Körper wie auch den Geist beeinflussen. Über die Kontrolle der Flüssigkeiten kontrollieren wir indirekt die Flüssigkeiten im Körper, das Blut und auch den Atem.